Die Westküste und der kleinste Supermarkt Islands

Entlang der Fjorde an der Südküste und weiter durchs Bergland geht es nach Egilssradr und von dort zu unserem heutigem Ziel, den keinen Fischerort Borgarfjördur Eysstri in Bakkagerdi. Das ist so ziemlich am Ende der Welt. Von dort geht es dann nur noch über eine Schotterpiste weiter in die Berge. Der gemeine Islandtourist fährt dort nicht hin, weil es eine Stichstrasse ist. Aber es gibt einen Grund warum der Ort auf unsrer Route liegt. Es ist ein magischer Ort und es gibt Puffins. Wir werden dort 2 Nächte bleiben.

Südküste am offenen Meer
Schafe gibt es überall. Und sie sind immer zu dritt. Was immer das zu bedeuten hat.
An einem Strand waren hundert Schwäne im Meer und am Ufer

In Fischerdorf Djupivogur machen wir eine Kaffeepause. Der Reiseführer empfiehlt das Cafe im alten Packhaus Langabud aus dem Jahre 1850. Im Packhaus gibt es auch ein Museum. Direkt daneben ist die Polizeistation. Wir haben bisher noch keine Polizei wahrgenommen.

Das alte Packhaus mit Cafe und Museum

Sabine isst einen Iceland Donut. Ein Schmalzgebäck, ähnlich wie ein Krapfen bei uns in Deutschland nur viel kleiner und fester.

Cooler alter Bus in Djupivogur
In den Fjorden gibt es wieder die Fischzuchtanlagen
Auf der Strecke direkt am Fjord gibt es den Green Rock. Der Stein ist der Tat grün. Ein Ergebnis von speziellen Vulkanismus.
Direkt neben dem Green Rock lebt ein Ungeheuer
Google zeigt manchmal Straßen an, die vermeintlich schneller sind. Sind sie aber nicht, weil es Schotterpisten sind und man langsamer und vorsichtiger fahren muss. Sollte man meiden wenn man es eilig hat.

Wir erreichen Egilsstadr und Tanken bevor wir weiter die 80km Stichstrasse an die Westküste fahren. Tanken ist in Island easy. Es gibt nur Diesel und eine Sorte Benzin. Die Tankstellen sind alle ohne Personal und nur per Kreditkarte benutzbar. Karte reinstecken, Pin eingeben, tanken und es wird der korrekte Betrag abgebucht. Nicht so ein Krampf wie in den USA, wo man die erwartete Literzahl vorher eingeben muss. Benzin kostet ca. 2,15 €/L.

Vor hier geht es bei besten Sonnenschein durch eine unglaubliche Berg Kulisse und gigantische Aussichten auf das blaue Meer und endlose Strände.

Aus dem nichts taucht am Straßenrand ein kleines grünes Häuschen auf. Kiddi Videoflugomed‘s Minisupermarkt und Kommunikationspunkt im Niemandsland. Versorgt wird der Laden mit zwei Windrädern uns Solarpannel. Innen gibt es einen Kühlschrank mit kalten Getränken und Snacks und jede Mengel Zettel und Fotos an der Wand.

Der Besitzer ist Kiddi, mit richtigen Namen heißt er Kristinn Kristmundsson. Das ist das nächste große Ding, quasi der Amazon des autarken Straßenverkauf auf Basis von 100% regenerierbarer Energie ohne Personal in Verbindung mit einer Art Twitter über Zettel, Instagram mit echten Fotos und einem Gebrauchtwarenhandel. Merkt euch dieses Gesicht.

Kristinn war auch schon im Fernsehen mit seiner Idee:

https://www.visir.is/g/20222289738d/brjalad-ad-gera-hja-kidda-videoflugu-med-sjalfsalann-sinn

Herrlich, ich mag solche Orte.
Pass mit Dolomiten Feeling
Wir erreichen Borgarfjördur
Unser Hotel das Guesthouse Alfheimar liegt direkt am Meer

Am Abend entscheiden wir uns noch für das hervorragende Fischbuffet vom Hotel. Pro Person 4.900 ISK, aber wirklich gut. Es gibt in dem Hotel nur lokales Essen und Produkte. Auch der Fisch kommt direkt vom Fischer im Ort.